Geblankt am Planksee
22-24.02.2008 by Christos
Der erste „Run“ im Jahre 2008 führte uns in die Südsteiermark, genauer zum Planksee nach Leibnitz! Da nur zwei von unserer Truppe zu diesem Zeitpunkt frei hatten, machten Berndi und ich uns schon in der Früh auf den Weg zum Planksee. Tomi und Hias sollten uns am Nachmittag folgen. Nach einem kurzen Zwischenstopp und einem Kaffee bei der Raststation, ging es geradewegs zum See.
Berndi und ich trafen kurz nach 8.00 Uhr am Planksee ein, wo wir uns sofort mit dem Verantwortlichen in Verbindung setzten, und uns kurz darauf getroffen haben. In der Zwischenzeit suchten wir uns schon den Spot, der die nächsten 3 Tage unserer sein sollte. Nach dem Lösen der Karten machten Berndi und ich uns auf dem Weg unser Gerät aufzubauen. Nachdem die Rod-Pods aufgebaut waren und die Ruten montiert waren, wurden zum ersten Mal im Jahr 2008 die Montagen in Wasser geschossen. Zum Glück versuchte ich als erstes einen Probewurf, da an meiner Seite noch eine Eisdecke den See verzierte. Nachdem mein Blei die Eisdecke durchbrochen hatte, ging der Kampf um die gesamte Montage und meine Schlagschnur los. Den Kampf gegen die Eisdecke habe ich leider verloren. So kostete mich der erste Wurf in der neuen Saison schon ca. 30 Euro.
Berndi brachte seine Montagen ohne jeglichen Probleme ins Wasser. Nach dem ich meine Rute wieder neu montiert hatte, flogen auch meine Montagen problemlos ins Wasser (neben die Eisdecke). Unsere Montagen waren sehr unterschiedlich, Berndi versuchte sein Glück, mit Tigernüssen auf Grund, und Boilies als Snowman. Ich vertraute nur auf die Wunderkugeln (Grundmontage und Single-Popup). Nachdem wir beide unsere Montagen ausgebracht hatten, machte sich Berndi auf den Weg uns etwas Essbares zu besorgen und kam mit zwei warmen Leberkäsesemmeln zurück zum Spot.
Die Zeit bis die anderen „Abs`s“ zu uns kamen, verbrachten wir direkt vor den Pod`s und richteten in der Zwischenzeit unsere Zelte und Liegen vor. Nach den Besuchen von ortsansässigen Spaziergehern und auch dem Fischereiaufseher, kamen um ca. 14.00Uhr auch Tomi und Piercehias an den Planksee. Ohne jegliche Zeit zu verlieren, starteten auch Tomi und Piercehias mit dem Aufstellen ihrer Pod`s und mit dem Montieren ihrer Ruten. Tomi hatte eher die gleiche Strategie wie Berndi, und versuchte seine Carps auch mit Tigernüssen und Boilies zu überlisten. Piercehias versuchte sein Glück auch nur mit den Kugeln. Nachdem wir alle unsere Unterkünfte aufgebaut hatten, stieg uns schon der Duft des ersten „Rumtea“ in die Nase. (gekocht von Berndi unserem Teesieder). Schon wie am Vormittag schwiegen auch den gesamten Nachmittag und Abend unsere Bissanzeiger!!! Das sollte auch in der Nacht so bleiben! So begaben wir uns nach einigen „Rumteas“ auf die Liegen. Am nächsten Morgen, wurde zunächst Kaffee gekocht und geduscht (Sanitäranlagen gibt es direkt am See). Nachdem die Ruten von einigen wieder neu ausgebracht wurden, folgte das gleiche Spiel wie am Vortag. Warten-Bier-Warten-Bier…
Tomi und Berndi machten sich im Laufe des Tages auf den Weg ins nahe gelegene „Angelcenter Leibnitz“, um etwaiges Equipment einzukaufen.
Da Tomi in der Nacht zuvor ziemlich gefroren hatte beinhaltete der Einkauf einen neuen Schlafsack für unseren Dr. Thomson, der ihm eine flauschige und warme zweite Nacht bescheren sollte. Am Nachmittag des zweiten Tages kam es zu einem kurzen Gepiepse an den Fox-Bissanzeigern von Berndi, der Langersehnte Run blieb aber leider aus. Dass wir keinen Kontakt mit Tieren hatten kann man aber nicht behaupten. Denn obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Karpfen landen konnten, machte Tomi Bekanntschaft mit einem Schwan der am Planksee seine Runden zog (Tomi the swanwhisperer). Am Abend versorgten wir unsere Ruten mit neuen „Leckerlis“ für unsere Freunde im See. Gefischt wurde wieder mit den gleichen Ködern wie schon zuvor. An fast jeder Rute, gab es auch Zusatzfutter, das in Form von „PVA-Bags“, oder „PVA-Funnels“ direkt an den Köder angeboten wurde. Aber auch das sollte ein Schuss ins Leere sein.
Am Abend war dann wieder „Rumtea-Time“ (aber auch der Doppelt Gebrannte von Berndi machte seine Sache gut).
Am Abend bekamen wir Besuch von zwei jungen Fischerkollegen die eine Weile die Zeit mit uns am See verbrachten, sie erzählten von ihren Fängen und waren auch bereit nochmals heim zu fahren um uns Fotos ihrer Fänge zu zeigen. Später am Abend machten wir Bekanntschaft mit Tom von den „Carphunters“ und seinem Kollegen, der gegenüber von uns den Carps nachstellte. Er erzählte uns, dass er in der Nacht zuvor Glück hatte (Carp 2 bis 3 Kilo). So verbrachten wir den letzten Abend und die letzte Nacht in bester Gesellschaft, die uns die Möglichkeit bot uns über das Fischen auf Karpfen auszutauschen.
Für die meisten von uns dauerte die Nacht etwas länger, nur ich musste mich geschlagen geben, da der „Rumtea“ und auch der „Schnapstea“ sein Werk vollbracht hatten! In dieser Nacht piepste es kurz bei meinem Bissanzeigern, aber Gepiepse ist eben kein Run. Über Nacht stürzten die Temperaturen in den Keller und so kam es, dass wir am letzten Tag mit Reif auf der Wiese die Heimreise antreten sollten. Aber zuerst bekamen wir ein richtiges Frühstück „Danke Tomi!“. Tomi, unser Frühstückskoch, bereitete uns „Eierspeis“ (Rührei) zu, welches vor allem mir ein besseres Gefühl in die Magengegend zauberte. Nach diesem herzhaften Frühstück wurde unser gesamtes Equipment abgebaut und in unsere Autos verladen. Wie an jedem Heimreisetag stellten wir schon wieder Überlegungen an, wohin unsere nächste Reise gehen könnte.
Fazit:
3 Tage am Wasser aber keine Carps (na ja, vielleicht war es wirklich noch zu kalt).
Schon die übernächste Session führt uns wieder zum Planksee, wo Piercehias und Berndi die abs Fishers beim Carptournament vertreten.
Und nicht vergessen:
Nicht jeder Tag ist Fangtag, aber jeder Tag ist Angeltag!
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