Po-Expedition 2009
17-24.04.09
by Piercehias
Der Wecker läutet! Endlich, gut geschlafen habe ich sowieso nicht. Es ist 0 Uhr, unter normalen Umständen wäre ich saumüde. Aber heute ist das anders denn heute startet unsere Expedition zum Po nach Porto Viro. Nach Wochenlangen Vorbereitungen von uns allen ist der Tag nun endlich da. Der Anhänger ist bis oben hin voll mit Zelten, Futter, Liegen, Stühlen, Bier und alldem was man halt sonst noch so braucht. Da läutet auch schon das Handy, der Woodliner ist da. Ich verabschiede mich noch von meiner Freundin und meinen Mädels und auf geht’s. Um 1 Uhr kommen der Dr. Thomson und da RobRobson daher, den Anhänger dran und ab dafür. Der Chrysler macht seine Sache gut, wenn er auch nicht der schnellste ist. Kurz vor der Grenze eine kleine Pause an der Raststation und die erste Panne: Anhängerbeleuchtung defekt. Aber weil ja ein Elektriker dabei ist, ist die Panne schnell behoben und es geht weiter.
7.45 Uhr Ankunft im Wallerparadies beim Bertl. Traumwetter, Sonne und der riesige Fluss, da gräbt Tomi das erst Bier aus dem Anhänger.
Ich und RobRobson fahren mit dem Heiko (einem Guide) raus um den Platz zu besichtigen, der war leider besetzt und so mussten wir eine Andere Insel beziehen. Die stand aber Wochen vorher unter Wasser. Ab nun hieß es: Willkommen im Dreck! Wir machten uns ans aufbauen der Zelte. Auf einmal kam der Bertl und meinte die 2er Insel wäre auch frei geworden. Wir schauten uns das ganze an und beschlossen noch einmal umzuziehen. Diese Insel liegt höher über dem Wasserspiegel was sich auch auf die Bodenverhältnisse positiv ausgewirkt hat. Raus aus den Gummistiefeln und rein in die Crocs. Und wir bauten unser Zeug zum zweiten mal auf! Nachdem alles aufgebaut war gaben wir dem RobRobson sein Geburtstagsgeschenk, worüber er sich sehr gefreut hat. Jetzt konnte er die Askon gegen seine nagelneuen ATTX Bissanzeiger austauschen. Wir fütterten noch fleißig und am Abend saßen wir ein bisschen zusammen. Auf einmal läutete mein Aalglöckchen auf der Wallerrute. Sofort hin, Anschlag!
Leider nicht. Und das wars dann. Auch der zweite Tag war wunderschön bis auf den Wind der nicht locker lassen wollte. Dr. Thomson und Woodliner haben bauten einen super Unterstand bei dem wir auch bei Regen sitzen können. Dachten wir!
Am dritten Tag war es dann soweit, es regnete wie aus Kübeln. Wenn es aufhörte zu regnen kam der Wind, und wenn dieser aufhörte regnete es wieder. So ging es weiter bis alles nur noch voll Schlamm war. Bei diesen Bedingungen konnten wir schön unsere abs Fishers Rod Pods testen und sie standen wie ne 1. Der Strömungsdruck wurde immer höher und auch die selbst gegossenen Grippa Bleie 300g blieben nicht mehr liegen. Ganze Bäume trieben an uns vorbei. Dann ging meine Liege kaputt und ich musste ein bisschen improvisieren. Auch Christos musste Federn lassen und die Front seines neuen Fox Eco Easy Dome ging flöten.
Das Wasser war über Nacht um 40cm gestiegen, immer noch kein Fisch! Zu Mittag saßen wir dann beim Herrn Dr. im Zelt und kochten uns Hühnerbrust aller Christos.
Da kam der Bertl daher und sagte: Burschen bockts zom! Kummt Hochwasser! Shit!
Und so räumten wir unsere Insel. Der Po hat uns in die Knie gezwungen! Im Hafen waren wir die ersten. Bertl meinte wir sollten am Kanal weiterangeln, weil es einfach zu gefährlich sei noch länger am Fluss zu angeln. Zur gleichen Zeit ereignete sich ein Tragischer Unfall am Fluss. Ein junger Angler aus Weiz stürzte kurz zuvor in den Fluss und konnte sich nicht mehr retten. Die Carabinieri waren auch schon da. + Irvine + wird bis heute vermisst!
Am Kanal angekommen hieß es wieder aufbauen. 23.30 Uhr, RobRobson landet den ersten Italiener. Ein kleiner wunderschöner Schuppi. Endlich mal eine Flosse zu sehen war schon geil! Um halb eins rappelts an der Wallerrute. Anschlag und der geht nicht ins leere. Und auch der erste Siluro wird zum Fototermin gebeten. Die Fische im Kanal werden nicht so groß, aber besser als nach Hause zu fahren ist das auf jeden Fall. Kurz von 2 Uhr morgens dann noch ein kleiner Waller. Wir gehen zufrieden ins Zelt zum schlafen.
Dienstag 21. April, 11.40 Uhr Robin schlägt wieder zu und fängt seinen 2ten Karpfen. Das angeln am Kanal ist nicht vergleichbar mit dem was am Fluss abging. Flussangeln ist Hardcore! Der Wind lässt auch hier nicht locker, aber wenigstens kann man ohne Gummistiefel aus dem Zelt gehen. Um 1 Uhr bekomme ich wieder einen Biss auf meine Wallerrute und der ist ein bisschen größer und kämpft auch besser. Tomi schnappt ihn mit dem Wallergriff. 1,20m und 14kg! So kann es weiter gehen.
Mittwoch Früh. Robin kann wieder einen schönen Schuppi auf die Matte legen. Wie es aussieht fängt hier nur einer die Karpfen. Um halb 10 schreit dann auch Tomis Carpsounder um Hilfe und auch er kann einen Schuppi auf seinem Konto verbuchen. Christos ist noch Schneider! Heute ist das Wetter traumhaft, die Sonne scheint und der Wind hat sich auch gelegt und so können wir mal unsere Bäuche in die Sonne halten.
Am Nachmittag auf einmal Schafe wo man hinschaut. Ein Schafhirt treibt 400 Schafe an uns vorbei, die das Gras gleich um 10 cm kürzer machen. 15.40 Uhr und Robin drillt schon wieder.
20.15 Uhr jetzt macht auch der Delkim von Christos einmal ein Geräusch das von einem Fisch ausgelöst wird (Er hat ohne Fische auch öfters geläutet). Halb 11 und Robin ist wieder dran. Nächster Schuppi. 4.30 Uhr und ich kann meinen 4ten Waller landen.
Am Donnerstag scheinen die Fische die Futterstellen angenommen zu haben und Christos und Robin landen einigen schöne Fische. Christos fängt den größten Schuppi.
Am Nachmittag klingelt es dann endlich beim Herrn Dr. Thomson an der Wallerrute. Der Anschlag sitzt und auch er kann einen Waller an Land befördern.
So, es ist Freitag und es geht wieder nach Hause. Aber vorher drillen Christos und Robin noch ein paar Karpfen. Wir packen zusammen und fahren schweren Herzens Richtung Heimat. Auch die Heimreise bleibt nicht ohne Panne und wir kommen in eine Demonstration die uns um 2 Stunden kostet.
Fazit: Das war sicher nicht das letzte mal das wir uns mit dem Taglia di Po gemessen haben. Wir kommen wieder!
Danke an alle anderen abs Fishers für die schöne Woche!.
Petri Heil!
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