Inkognito-Teich 14-16.03.2008
2nd Run 1st Carps by Piercehias
Endlich Freitag, endlich am See! Christos und ich erreichen um Punkt 12.00 Uhr den Inkognito-Teich. Wir leeren einmal das Wasser aus dem kleinen roten Boot, und füllen es mit den Schätzen des Orients (unserem Zeug). Christos befördert einen Teil von unserem Gerät zum letzten Steg auf dem das Zelt schon aufgebaut ist. Als er zurück kommt meint er, dass wir zu zweit im großen Boot besser zu recht kommen würden. Wir entleeren auch das zweite, packen den Rest ein und fahren zum Steg.
Die Rod Pods werden aufgestellt und die Ruten montiert. Dann geht’s ab ins Boot und wir versuchen mit dem Echolot ein paar markante Stellen zu finden. Nach einer Weile haben wir beide unsere Plätze mit den Bojen markiert, und es geht ans Ausbringen der Montagen. Christos übernimmt den Landteil, ich die Arbeit im Boot. Danach wird erst einmal kräftig gejausnet und ein gepflegtes Bierli getrunken. Das Wetter scheint uns auch keinen Streich zu spielen, und die Temperaturen sind für den März schon sehr frühlingshaft.
.jpg) Es wird allmählich dunkel. Das Bier macht einen auch recht müde, wenn man den ganzen Tag an der frischen Luft verbringt. So begebe ich mich in meinen warmen Schlafsack. Christos raucht noch eine! Um 20.40 fängt dann der Bissanzeiger der lang gefischten Rute von Christos an sich zu überschlagen. Ich springe sofort aus meinem Schlafsack, und frage ihn: „Hängt?“ Und sein Grinsen im Gesicht zeigt mir das ich Recht hatte. Der Fisch nahm einen 16er Cipro Brandy & Egg Pop up in einer Tiefe von 1,2m. Nach einer Weile sah es so aus, als würden wir den Fisch in einem Ast verlieren doch auf einmal ist die Leine frei, und Christos kann den ersten Dicken des Jahres ausdrillen. Als der Fisch im Kescher liegt ist einmal jubeln angesagt. Die Abhakmatte liegt schon bereit.
Der Haken wird vorsichtig entfernt. Beim Wiegen kommt das nächste Jubeln, denn Christos konnte seine Personal-Best-Marke um einen Kilo auf dicke 15kg schrauben, und das mit dem ersten Karpfen im Jahr 2008. Petri Heil!
Nach ein paar schönen Fotos wird der Spiegler dann releast, und die Montage neu ausgebracht. Nach einer Beruhigungszigarette geht dann endlich in die Heia.
22.45 Uhr: Ich werde durch einen schrillen Dauerton geweckt. Sonst mag ich das nicht, aber beim Fischen ist es mir umso lieber. Raus aus dem Schlafsack, in die Schuhe und schon die Rute in der Hand. Hängt! Ich spüre am anderen Ende keine Kopfschläge, der Fisch zieht kräftig aber ruhig seine Bahnen. Nachdem er sich allerdings in der Boje verfangen hat, steht es fest, ohne Boot geht nichts mehr. Wir paddeln ins dunkel hinaus. Jetzt stehen wir über dem Fisch, und der macht ganz schön Dampf. Im Hinterkopf habe ich die Angst den Fisch zu verlieren. Mit der Kopflampe haben wir ihn schon gesehen, aber er ist überhaupt nicht müde und stößt gute 6mal mit meiner ganzen Schlagschnur zum Grund. Nach einiger Zeit im Freiwasser wird er aber doch müde und Christos keschert gekonnt meinen ersten Dicken 2008. Als ich in den Kescher leuchte, sehe ich einen schönen kompakten Spiegler. Petri Heil!
Die Waage zeigt 16kg, auch mein Rekord ist um 1kg gestiegen. Uh yeah! Der Fisch nahm zwei 20er Monster Cold Water Kugeln von Imperial Baits in einer Tiefe 1,5m.
Nach der Fotosession darf der Schöne schwimmen. Wir gehen beide glücklich über die spitzen Fische ins Zelt zum schlafen.
.jpg) Am nächsten Morgen nach einem kräftigen Kaffee und Frühstück werden die Montagen überprüft und neu ausgebracht. Dann kann das erste Bier des Tages auch schon kommen! Um die Mittagszeit bekommen wir Besuch von Joe, mit dem wir uns von Anfang an sehr gut verstehen. Er ist Jahreskartenfischer, und wir können mit ihm viele Informationen über den Inkognito-Teich und andere Gewässer tauschen. Nach dem uns aber bald das Bier ausgeht, beschließt Joe uns noch eine Palette zu organisieren, und er machte sein Versprechen wahr. Danke Joe! Am Nachmittag konnte Christos eine kleine Schleie haken, die nicht gerade begeistert war im Kescher zu landen. Petri Heil! Auch sie durfte wieder schwimmen.
Nachdem uns Joe wieder verlassen hatte, wurde vor Einbruch der Dunkelheit alles noch mal durchgecheckt und ein wenig nachgefüttert. Der frisch gemahlene Hanf hat uns auch in der letzten Nacht gute Fänge gebracht, und wir sind gespannt was diese Nacht bringt. Ich blieb bei meiner Taktik, eine Rute im seichten auf ca. 1,5m mit Cold Water Boilies, die andere im tieferen auf 3m mit Banana Boilies zu fischen. Nachdem Joe unsere Biervorräte gerettet hatte, konnten ich und Christos beim Fachsimpeln über unsere Taktik und Montagen noch ein paar Bierchen schnappen.
Doch irgendwann wurde ich dann müde und wuchtete mich wieder auf meine Liege.
 21.45 Uhr: Gerade eingeschlafen hörte ich meine Bissanzeiger singen. Ich glaubte, Christos spiele bei meinen Bissanzeigern herum. Falsch gedacht! Wieder raus aus dem Schlafsack und die Rute in der Hand. Hängt! Und wieder begann dasselbe Spiel wie am Vorabend. Der Fisch zog wieder in die Boje und wir waren auch schon wieder im Boot. Als wir über dem Fisch waren, gab er sich bald geschlagen. Christos konnte ihn wieder sauber keschern. Erst im Netz begann der Wirbel. Die Waage zeigte satte 14,5kg. Ein wunderschöner länglicher Schuppi, der wieder zwei Cold Water Boilies nahm. Petri Heil!
Tschüss und ab! Und dann kam wieder die verdiente Nachtruhe!
Am Morgen gab es wieder Kaffee und ein spitzen Frühstück. Gegen neun kamen Tomi und Berndi unsere Kumpels am See an. Wir halfen Berndi beim Aufbau seines Zeltes und beim Auslegen seiner Ruten. Wir blieben noch bis 19.00 Uhr, konnten aber leider keinen Fisch mehr fangen.
Fazit: Auch wenn es noch nicht so warm ist, geht was! Die Futtermenge und Futtermittel müssen stimmen dann klappts auch mit den Karpfen.
Und nicht vergessen:
Nicht jeder Tag ist Fangtag, aber jeder Tag ist Angeltag!
|